Sicherheitsschilder sind in Österreich gesetzlich vorgeschrieben. Die Arbeitsstättenverordnung (AStV) und die Kennzeichnungsverordnung (KennV) verpflichten Arbeitgeber, Gefahrenstellen, Fluchtwege, Verbote und Schutzpflichten in Arbeitsstätten durch normgerechte Sicherheitszeichen zu kennzeichnen.
Sicherheitsschilder werden benötigt in Produktionsstätten, Bürogebäuden, Lagern, Hotels, Schulen, Krankenhäusern und öffentlichen Einrichtungen — überall dort, wo Menschen auf Gefahren hingewiesen oder Fluchtwege ausgewiesen werden müssen.
Wichtiger Hinweis: Diese Informationen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine Fachberatung. Für verbindliche Anforderungen empfehlen wir die Rücksprache mit der zuständigen Fachkraft für Arbeitssicherheit oder der zuständigen Behörde.
Arten von Sicherheitsschildern
Sicherheitszeichen sind durch Form, Farbe und Piktogramm eindeutig unterscheidbar:
Warnschilder → — gelbes Dreieck
Weisen auf Gefahren hin, bevor es zum Unfall kommt. Beispiele: Warnung vor elektrischer Spannung, heißen Oberflächen, Rutschgefahr, ätzenden Stoffen. Gelb signalisiert: Achtung, Vorsicht geboten.
Verbotsschilder → — roter Kreis mit Balken
Untersagen eine bestimmte Handlung. Beispiele: Rauchen verboten, Zutritt verboten, Durchfahrt verboten. Rot signalisiert: Stopp, nicht erlaubt.
Gebotsschilder → — blauer Kreis
Schreiben ein bestimmtes Verhalten vor. Beispiele: Schutzhelm tragen, Sicherheitsschuhe tragen, Gehörschutz benutzen. Blau signalisiert: Pflicht, Vorschrift.
Notausgangsschilder — grünes Rechteck
Weisen auf Notausgänge, Fluchtwege und Rettungseinrichtungen hin. Beispiele: Notausgang, Sammelstelle, Erste Hilfe, Defibrillator. Grün signalisiert: Hier ist Hilfe, hier ist der Weg zur Sicherheit.
Brandschutzzeichen — rotes Rechteck
Kennzeichnen Brandschutzeinrichtungen. Beispiele: Feuerlöscher, Druckknopfmelder, Brandschutztür. Rot signalisiert: Brandschutz.
So wählen Sie das richtige Sicherheitsschild
Normgerecht: Innerhalb einer Arbeitsstätte muss auf eine einheitliche Verwendung der Sicherheitszeichen geachtet werden. Eine Vermischung von neuen und alten Sicherheitszeichen ist zu vermeiden. Verwenden Sie ausschließlich normgerechte Symbole nach ÖNORM EN ISO 7010. wir-machen-druck
Material nach Umgebung: Für Außenbereiche und gewerbliche Umgebungen: Aluminium. Für Maschinen und Geräte: selbstklebende Folie. Für chemisch belastete Bereiche: gravierter Kunststoff oder Edelstahl.
Größe: Die Mindestgröße richtet sich nach dem Betrachtungsabstand. Als Faustregel: Schildhöhe in mm = Betrachtungsabstand in m × 10. Bei 10 Metern Abstand also mindestens 100 mm Schildhöhe — in der Praxis empfehlen wir mindestens 150 × 150 mm.
Montage: Schrauben für dauerhafte Wandmontage, Klebepad für glatte Innenflächen. Für Außenbereiche empfehlen wir Schrauben.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Warn-, Verbots- und Gebotszeichen?
Warnzeichen (gelbes Dreieck) weisen auf Gefahren hin. Verbotszeichen (roter Kreis mit Balken) untersagen gefährliche Handlungen. Gebotszeichen (blauer Kreis) schreiben ein bestimmtes Verhalten vor. Alle drei Kategorien sind nach ÖNORM EN ISO 7010 normiert.
Welches Material empfiehlt sich für Sicherheitsschilder im Außenbereich?
Aluminium — UV-beständig, korrosionsbeständig, 7–10 Jahre Lebensdauer. Für industrielle Umgebungen mit Chemikalienbelastung empfehlen wir graviertes Aluminium oder Edelstahl.
Wie groß müssen Sicherheitsschilder sein?
Die Mindestgröße hängt vom Betrachtungsabstand ab. Als Faustregel: Schildhöhe in mm = Betrachtungsabstand in m × 10. In der Praxis empfehlen wir Formate ab 150 × 150 mm.
Kann ich Sicherheitsschilder individuell gestalten?
Normgerechte Piktogramme müssen in den vorgeschriebenen Farben und Formen verwendet werden. Ergänzende Texte sind zulässig. Im Konfigurator können Sie normgerechte Symbole mit eigenem Text kombinieren.
Gibt es eine Mindestbestellmenge?
Nein. Sicherheitsschilder sind ab einem einzigen Stück bestellbar — ohne Mindestmenge. Für größere Betriebe mit vielen Kennzeichnungspunkten lohnt sich eine Sammelbestellung.